Die Krankenkassen diskriminieren Lesben


Mutter werden für lesbische Frauen bleibt teuer!
Familienglück für Alleinstehende Frauen oder Frauen die mit einer Frau zusammen sind bleibt teuer.

Pressemitteilung von LOS, 1. September 2022:


Lesbisch oder heterosexuell? Das ist das einzige Kriterium, auf das sich Krankenversicherungen bei der Entscheidung stützen, ob sie die Kosten für eine Samenspende in einer Schweizer Fruchtbarkeitsklinik übernehmen oder nicht. Ein Jahr nach der überwältigenden Annahme der Ehe für alle ignorieren die Krankenkassen den Volkswillen nach Gleichheit und haben stattdessen eine neue Diskriminierung zwischen Heterosexuellen und Lesben geschaffen.


Lesbisch oder heterosexuell? Das ist das einzige Kriterium, auf das sich Krankenversicherungen bei der Entscheidung stützen, ob sie die Kosten für eine Samenspende in einer Schweizer Fruchtbarkeitsklinik übernehmen oder nicht. Ein Jahr nach der überwältigenden Annahme der Ehe für alle ignorieren die Krankenkassen den Volkswillen nach Gleichheit und haben stattdessen eine neue Diskriminierung zwischen Heterosexuellen und Lesben geschaffen.

Wir werden diesen neuen Angriff auf die Rechte von Frauen und insbesondere von Lesben nicht dulden. Und es ist nicht der einzige: Vor wenigen Tagen wurde bekannt, dass Helsana mit abtreibungsfeindlichen Gruppierungen zusammenarbeitet und Frauen Rabatte gewährt, die sich verpflichten, nicht abzutreiben.


Mit der “Ehe für alle” haben Parlament und Volk den klaren Willen ausgedrückt, dass lesbische Paare eine Samenspende in einer Schweizer Fruchtbarkeitsklinik in Anspruch nehmen dürfen. Nur wenn das Kind auf diese Weise gezeugt wird, werden beide Eltern ab Geburt als Mütter anerkannt. Daher ist es nun wichtig, dass das Parlament und die Krankenkassen auch dafür sorgen, dass die Samenspende zugänglich gemacht wird. Denn die hohen Verfahrenskosten zwingen aktuell viele lesbische Paare zu billigeren Lösungen, etwa zur Inanspruchnahme von Samenspenden im Ausland oder von privaten Samenspenden. Diese bringen im Gegensatz zu einer künstlichen Befruchtung in einer Schweizer Klinik viele Unsicherheiten mit sich.


Wir verurteilen diese Ungleichbehandlung aufs Schärfste! Die LOS fordert die Krankenversicherungen und das Parlament dazu auf, dafür zu sorgen, dass die Vergütung für alle Paare, die ohne Samenspende kein Kind empfangen können, gleich gehandhabt wird. Die LOS setzt sich für die Einreichung einer parlamentarischen Motion ein, die in diese Richtung geht und die Annahme der “Ehe für alle” und der Samenspende durch 64,1% der Bevölkerung im Jahr 2021 respektiert.


Zur Petition von LOS: https://www.los.ch/petition-samenspende/

5 Ansichten0 Kommentare

Aktuelle Beiträge

Alle ansehen