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Jahresbericht 2022


Cover Jahresbericht 2022 sozialwerk.LGBT+
Cover Jahresbericht 2022 sozialwerk.LGBT+




Nino Freuler, Präsidiales sozialwerk.LGBT+ für queeres Leben
Nino Freuler, Präsidiales sozialwerk.LGBT+ für queeres Leben

Grussworte

Das Jahr 2022 hat uns allen gezeigt, weshalb auch nach der Ehe für "Alle" queere Vereine und Queeraktivismus notwendig sind. Auf nationaler Ebene besteht mit dem Bericht zur psychischen

Gesundheit queerer Menschen in der Schweiz nun erstmals eine solide Grundlage für die Argumente, welche Schweizer Queeraktivisten bereits längst kannten. Leider zeigt sich ein düsteres Bild von Diskriminierungserfahrungen, Gewalt und psychischer Krankheit. Vor allem bei trans und nichtbinären jungen Menschen ist auch die Suizidgefahr stark erhöht. Angesichts dieser Tatsachen ist der Entscheid des Bundesrates gegen die Einführung eines dritten Geschlechts sehr enttäuschend und nicht nachzuvollziehen, da dies die gelebte Realität vieler Menschen in der Schweiz nicht wiedergibt und erhebliches Leid auslöst.


Auf kantonaler Ebene hat mit dem Kanton St. Gallen zwar einer unserer Standortkantone das Verbot von Konversionsmassnahmen erfreulicherweise angenommen, in Graubünden bleiben solche Massnahmen aber leider immer noch zulässig. Auch dies zeigt klar, dass die Anliegen junger queerer Menschen in Graubünden noch immer zu wenig gehört werden.


Was die Arbeit der Luzerner Hochschule aber auch klar zeigt: nicht die sexuelle Orientierung oder die Geschlechteridentität an sich führt zu einer grösseren psychischen Belastung, sondern der negative Umgang und die ablehnenden Reaktionen aus der Gesellschaft und dem Umfeld können zu solchen Gefühlen führen. Als Verein ist für uns daher klar, was wir im kommenden Jahr tun müssen: füreinander und für queere Menschen allgemein da sein, offen und aufklärend in der Gesellschaft auftreten und der Ablehnung und Diskriminierung mit Geduld und Fakten entgegentreten.


In diesem Sinne wünsche ich viel Geduld und Kraft für die Arbeit, die noch vor uns liegt.


Nino Freuler, Präsidiales

sozialwerk.LGBT+ für queeres Leben


Regenbogenflagge, vertikal gestreift, Rot, Orange, Gelb, Grün, Blau, Lila
Regenbogenflagge, vertikal gestreift, Rot, Orange, Gelb, Grün, Blau, Lila

Bedeutung der Farben


Die Farben der Regenbogenflagge haben eine Bedeutung: Rot steht für das Leben, Orange für Heilung, Gelb für die Sonne, Grün für Natur, Blau für Harmonie und Lila für Geist & Spiritualität. Die auf dem Cover abgebildete Regenbogenflagge ist die Progress-Pride-Flag. Sie macht darauf Aufmerksam, dass nicht alle queeren Menschen weiss sind und will trans neben lesbisch, schwul und bi sichtbarer machen.








Herzsymbol in Rot
Herzsymbol in Rot

Tausend Dank

  • unseren Unterstützenden - ohne euch ist unsere Arbeit nicht möglich!

  • allen Kindern & Jugendlichen, welche unsere Angebote nutzen - ihr seid richtig, ihr seid gut, ihr seid sehr, sehr stark!

  • all' den Tränen, die wir weinen - aus Glück & Freude, aber auch denen aus Furcht, Angst, Wut - ihr sorgt dafür, dass es uns besser geht!

  • unseren Ehrenamtlichen und Mitarbeitenden. Ihr macht ganz tolle Arbeit!

  • an unsere Geldgebenden und Spendenden. Ein grosses DANKESCHÖN, denn ohne eure finanzielle Unterstützung wären wir nur halb so bunt, wild, queer.

  • all den Menschen mit denen wir streiten, den vielen Menschen die uns begleiten und allen, die sich mit uns für eine bessere, buntere und queere Welt einsetzen!


Rückblick und Ausblick

2022 hat sich der Verein sozialwerk.LGBT+ für queeres Leben weiterhin einen Namen als erste Anbieter*in offener Kinder- & Jugendarbeit mit queerem Schwerpunkt gemacht. Uns ist es wichtig, die individuellen Lebenssituationen von Kindern und Jugendlichen bei unseren Jugendangeboten zu beachten: Aus welchen sozialen Verhältnissen kommen die jungen Menschen? Spielen Wohnort, Migration, Herkunft, Elternhaus, Behinderung, Hautfarbe, Gender und viele mehr eine Rolle? Aber warum machen wir überhaupt Jugendarbeit für queere Jugendliche? Unsere Idee ist es, durch attraktive Angebote queere Menschen in der Region zu halten. Und wir sehen, dass unsere Arbeit Wirkung zeigt! So engagieren sich immer mehr junge LGBTIAQ+ Personen in den Regionen, wo wir tätig sind, für LGBTIAQ+ Themen.


Was auf uns zukommt ist ein Neues Jahr mit neuen Ange-boten. Wir wollen mehr in den Sektor Kulturangebote vorstossen und somit weitere Aspekte von queerem Leben einer breiten Öffentlichkeit in den Regionen, in denen wir tätig sind, zeigen. Ebenso wollen wir unser Projekt "queer macht Schule" weiter ausbauen. Und zum Schluss freuen wir uns auf einen Prozess der Professionalisierung im Be-reich Vereinsstrukturen, Vereinsentwicklung und Finanzen, welchen die Stiftung Mercator bei uns angestossen hat.

 

Jahresrechnung 2022

Budgetplan 2022

Jahresrechnung 2022

Aufwand

CHF 107’400.00

CHF 144’029.23


Budgetplan 2022

Jahresrechnung 2022

Räume

treff.LGBT+ Chur

CHF 17'400

CHF 17’962.74

treff.LGBT+ Buchs

CHF 0.00

CHF 5’413.10

Personalaufwand

Löhne

CHF 53’000.00

CHF 79'313.30

Lohnnebenkosten

CHF 5’200.00

CHF 8’068.80

Reisekosten

CHF 2’000.00

CHF 1’333.90

Weiterbildungskosten

CHF 2’000.00

CHF 2’483.06

Supervision

CHF 0.00

CHF 810.00

Projektkosten

Whatever

CHF 500.00

CHF 0.00

IDAHOBIT

CHF 1’000.00

CHF 1’177.71

Coming Out Day

CHF 1’000.00

CHF 892.55

Pride Liechtenstein

CHF 0.00

CHF 71.11

Pride Zürich

CHF 2’000.00

CHF 740.05

weitere Öffentlichkeitsarbeit

CHF 2’500.00

CHF 1’029.64

Regenbogensteine

CHF 0.00

CHF 688.90

treff.LGBT+ unterwegs

CHF 4’200.00

CHF 0.00

Bildungsprojekte

CHF 10’000.00

CHF 157.15

Bindersammlung

CHF 0.00

CHF 889.07

Administrationsaufwand

Telefon und Internet

CHF 500.00

CHF 533.64

Social Media & Internetpräsenz

CHF 750.00

CHF 202.61

EDV, Lizenzen

CHF 1’750.00

CHF 90.00

Versicherungen

CHF 1’200.00

CHF 756.40​

Beiträge an Dachorganisationen

CHF 1’200.00

CHF 1’140.00

sonstiges

CHF 1’200.00

CHF 1’437.15



Budgetplan 2022

Jahresrechnung 2022

Übriger Betriebsaufwand